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Die ersten Quads habe ich am Fernsehen gesehen bei der Übertragung der Dakar. Schnell wurde Antoine Morell für mich zum «privaten» Helden und seine DS Baja 650 war für mich von da an ein Objekt, das ich sehr gerne einmal fahren würde.

th Barrossa cheetah 250 1Als mein Ehemann Bruno in Argentinien seine Honda NX 650 gekauft hat, war im Kaufpreis die Miete von einem Quad für einen Tag inbegriffen. Ein Honda 200, Jahrgang unbekannt, ordentlich gebraucht, mit Kickstarter und ein ziemlicher Bock. Die einzige Fahrinstruktion, die ich von Lalo Lopez in La Falda erhielt: Wenn es knapp wird, einfach vom Gas und bremsen. Nun denn, das tat ich dann auch, als meine Maschine die Strasse in einer Kurve verliess und ein grosser Zaun immer näher kam. Der Spass war grandios, meine Leidenschaft geweckt.
Aber die Quads waren alle ziemlich teuer und so kam es, dass ich bei Peter Friedli in Wohlenschwil im Jahr 2004 einen Barossa Cheetah 250 erstehen konnte. Wir wollten ausprobieren, wie lange die Leidenschaft anhält. Meinen ersten grossen Ausflug, organisiert von Peter Friedli, dem Generalimporteur von damals Bombardier, heute CanAm, hatte ich zusammen mit 65 anderen Quad- und ATVfahrern, aber mit Abstand dem kleinsten Quad. Mein armer Barossa ging dann auch am ersten Tag schon kaputt und lief nur noch auf einem Zylinder. Aber die Mechaniker waren ja mit unterwegs, also konnte ich am nächsten Tag wieder mitmachen. Bis dahin war mein Allerwertester auch wieder sattelfest.

DS Baja 650Nach einem Jahr war der Barossa dann schon ein wenig gebraucht und bei der Fahrt zu Friedli war die Überraschung perfekt, als dort auch noch eine DS 650 Baja Occasion zum Verkauf bereit stand. Die Probefahrt hat mir ein Lächeln ins Gesicht gezaubert, das gar nicht mehr weg gegangen ist. Die Baja wurde adoptiert. Mein Traum-Quad. Wir beiden haben nun schon viele tausend Kilometer gefahren und nie den Spass verloren.

Bei Friedli Fahrzeuge AG ging es auch rund. Von der Werkstatt, in der hauptsächlich Landmaschinen standen, wandelte sich das Bild. In der grossen Ausstellungshalle kommt man sich vor, wie in einem riesigen Spielzeugladen mit ganz vielen Objekten der Begierde. Als der CanAm Renegade auf den Markt kam, durfte ich ihn ein Wochenende ausprobieren. Dazu schrieb ich meinen ersten Bericht im Quad Magazin. Unvergessen die Power und das Fahrgefühl! Damals war ich sicher, dass dieses Fahrzeug an der nächsten Dakar eingesetzt wird. Und so fuhr Marcos Patronelli, der mehrfache Dakarsieger auf Quads, auch mit einem Renegade an der ersten Dakar in Südamerika.

th canAm RenegadeAls nächstes kam der CanAm Spyder auf den Markt. Manuell geschaltetes Getriebe und dann sequentiell geschaltet. Als ich diese Maschine das erste Mal durch die Scheibe der Ausstellungshalle gesehen habe, blieb mir die Spucke weg. Ich konnte es dann auch kaum glauben, als ich diesen Traum fahren durfte. Das Wochenende war eines mit maximalem Spass. Obwohl der Spyder zu Anfang als gefährlich und oft auch als unfahrbar ins Gespräch kam, hatte ich einen ganz anderen Eindruck. Auch hierzu gab es einen Bericht im Quad Magazin. Wenn meine Baja heute in den Service muss, dann bekomme ich jeweils einen Spyder als Ersatzfahrzeug. Inzwischen gibt es verschiedene Varianten vom Sportler bis zum Tourer oder sportlichen Tourer. Nun, der Sportler in schwarz-gelb gefällt mir immer noch am Besten. Auch er zaubert Lächeln ins Gesicht.

In Argentinien war ich quadmässig erst ab dem Jahr 2009 unterwegs. Bei Lalo Lopez in La Falda stand ein gebrauchter Yamaha 350 Raptor herum, der auf mich wartete.
th Yamaha 350 RaptorEr war erschwinglich und so ging es nun auch offroad los. Klein, leicht, wendig, aber doch mit ein wenig Power, genau das richtige Fahrzeug für mich. Bald schon planten Bruno und ich immer weitere Kreise und dazu dienten uns die Naturstrassen in der Provinz Cordoba, die auch für die WRC gebraucht werden, oder der Dakar als Specials. Wir haben Ecken und Strassen, Aussichten und Landstriche entdeckt, die unglaublich schön sind. Wir fressen Staub, lassen uns verregnen, pflügen Schlamm, schwitzen und haben Spass. Immer mit dem Bewusstsein, dass wir privat unterwegs sind und nicht auf einer abgesperrten Rennstrecke. Sicherheit steht also immer an erster Stelle.

Die Leidenschaft hält immer noch an.

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