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08. März 2018

Der Start in die Dünen des Erg Chebi war auf die übliche Zeit angesetzt. Nur die Startzeiten wurden wieder ein wenig durcheinander gewürfelt. Heute stand ein Kurs auf dem Programm, der wie ein grosses Rechteck aussah mit zweimaliger Querung der Dünen. Das Roadbook gab eigentlich keine Angaben an. Es galt vielmehr die Dünen im richtigen Winkel zu kreuzen, um nach der Querung möglichst genau auf die Sandstrasse zu treffen und dort zum Checkpoint zu kommen.

Wie schon gewohnt, drehte ich nach dem Start eine Ehrenrunde, um auf die richtige Spur zu kommen. Aber dann ging alles glatt. Der Sand war viel fester, als die „geschmolzene Butter“ vom anderen Tag. Trotzdem: Es musste so kommen. Ich grub mich ein. In etwa 100 Metern Entfernung lief ein Tuareg mit seinen Dromedare durch den Sand. Auf mein Rufen hin, kam er zu mir, half mir den Quad wieder auszugraben, und es konnte weiter gehen.

Erstaunlich, was man in so einer Wüste plötzlich alles sehen kann. Da war ein kleiner, runder und niedrig gemauerter Kreis. Ein Brunnen! Ich behielt die Linie auf dem GPS im Auge und suchte mir meinen Weg durch den grossen Sandhaufen. Wieder ein Brunnen! Es gab ein paar Spuren von Fahrzeugen, die vor mir hier durchgekommen waren. Einige Spuren verhiessen nichts Gutes! Inzwischen wusste ich ja, dass ich mich auf meine Navigation verlassen konnte, also konnte ich mir auch gut meinen Weg selber suchen und musste den Spuren nicht folgen. Ich erhöhte mein Tempo. Sogar ein kleiner Sprung gelang mir hervorragend. Die Sache begann mir Spass zu machen. Dort, wo er spärliche Vegetation gab, war der Untergrund ja schon fast „betoniert“ und fest.

Hochkonzentriert nahm ich Anlauf für einen Dünenkamm und fuhr mich fest. Als ich auf die Düne kletterte sah ich, dass ich nur noch etwa 500 m Luftlinie von der Sandstrasse in der Fläche entfernt war. Innerlich habe ich alle hässlichen Wörter verwendet, die ich kannte, äusserlich blieb ich ruhig. Ausgraben ging nicht, aber der Quad stand so günstig, dass er die Düne rückwärts runterrollen könnte. Also habe ich erstmal den Gang rausgenommen und mich in den Sand gesetzt. Mit den Stiefeln am Frontbumper wollte ich ihn die Düne runterrollen lassen. Ich stiess mit aller Kraft, aber mein lieber Quad blieb stur stehen. Auch mit aller Wut im Bauch, der Quad liess sich nicht bewegen.

Also setzte ich mich auf die Düne und schaute mir die Gegend an. Da kam doch tatsächlich wieder ein Turban. Und ein, nein mehrere Dromedare. Und obendrauf noch Touristen! Ha, eine ganze Heerschar von Helfern! Und so kam ich wieder auf die Spur. Ich traf die Sandstrasse perfekt, meine Navigation hatte vortrefflich gestimmt. Bis zum Checkpoint hatte ich aber nun genug Zeit mal über das Ganze nachzudenken. Macht es Sinn, die Dünen nochmals zu queren? Macht es Sinn, immer auf Tuaregs zu hoffen oder gar auf Touristen, die mir helfen, mich auszubuddeln? Wie oft hat man dieses Glück? Am Checkpoint hatte ich meinen Entschluss gefasst: Ich liess meine Zeitkarte unterschreiben und informierte die Organisation, dass ich nun in einem grossen Bogen um das Erg Chebbi herum wieder nach Merzouga zurückfahre, auf der Sandstrasse.

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Vernünftige Entscheidungen und gute Erkenntnisse

Ich hatte ja nun noch genug Zeit auf dem Rückweg mit meiner Analyse weiterzumachen. Trotz aller Vorbereitungen und Trainings werde ich es nie schaffen, mich mit meinem Quad, so wie ich jetzt ausgerüstet bin, die Dünen ohne Probleme zu bewältigen. Auch mein sturer Kopf und meine Willenskraft reichen da nicht aus. Ich werde auch die nötigen 15 cm Körpergrösse nicht mehr wachsen, die mir fehlen, um meinen Quad herauszuheben. Meinen Traum, das Africa Eco Race zu fahren, muss ich den nun beerdigen? Soll ich den Rallyesport nun an den Nagel hängen? Zusammen mit jemanden fahren, das wäre gut. Aber finde ich jemanden? Ich habe in den letzten Jahren niemanden getroffen, der mit mir fahren würde. Wie soll es denn nun weitergehen? Auf jeden Fall wollte ich nun erstmal die Rallye noch zu Ende fahren. Ich war zeitlich weit hinter dem ersten Quadpiloten zurück. Es war Clemens Eicker. Mit seiner 1300er-Maschine hatte er mich bereits mehrere Stunden abgehängt.

09. März 2018

Das Roadbook für den nächsten Tag hatte ich ja bereits vorbereitet und studiert. Also kam es auf eine Stunde Strafzeit mehr oder weniger nicht mehr an. Der erste Teil der Strecke führte wieder in die Dünen. Ich wollte diesen Teil auslassen und mich am Check Point für den zweiten Teil der Etappe anmelden. Natürlich fuhr ich zum Start. Die Startzeiten waren wieder durcheinander gekommen. Über die Verbindungsstrasse fuhr ich dann hinter dem inzwischen total orangenem Dacia Duster mit Bruno am Steuer zum Check Point und von dort weiter ins Desert Camp.

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10. März 2018

Der letzte Tag der Rallye führte über Teile der Etappe des ersten Tages. Mein Arm war zwar wieder einigermassen fit, aber die Organisation bat mich, nicht in den ersten Teil der Spezialetappe zu fahren. Sie hätten in dem Gelände keine Möglichkeiten mich oder meinen Quad zu bergen. Mir war es inzwischen wichtiger, die Rallye heil zu beenden, als noch irgendetwas  zu riskieren. Also folgte ich den Anweisungen. Wenn ich nun die Ziellinie erreichen würde, wäre ich Finisher der Rallye, was vielen nicht gelingen würde. Im Klassement war ich schon lange nicht mehr auf dem letzten Platz. Alleine schon die Tatsache, dass ich noch fahren konnte, hatte mich im Klassement nach vorne gebracht. Ankommen war wichtig! Petit Frère nahm mit mir zusammen in gewohnter verlässlicher Art die Kilometer unter die Räder. Ich genoss die Fahrt, wie ich jede Fahrt auf dem Quad geniesse.

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Im Hotel Taddart in Midelt war die Ziellinie. Diese zu überfahren habe ich geschafft. In den 20 Jahren, in denen die Tuareg-Rallye organisiert wird, hat es noch nie eine Frau in der Kategorie Quads gegeben, also auch noch keine, die die Rallye beendet hat.

Dieses Jahr war vorgesehen, auch die beste Frau in der Kategorie Quads mit einem Preis auszuzeichnen. Ich bekam die grosse „Salatschüssel“. Zum Schluss bin ich auf dem 7. Rang gelandet. Wenn ich mir auch die Rallye ein wenig anders vorgestellt hatte und mir viel mehr vorgenommen hatte, ist es doch eine Leistung.

Gleich nach der Siegesfeier fuhren wir mitten in der Nacht von Midelt nach Fez zum Flughafen. Die 3 1/2 Stunden Fahrzeit waren „unterhaltsam“. Hatten wir doch zum Abschied noch Schneetreiben im Gebirge des Mittleren Atlas, Regen und starken Wind. Den Dacia Duster liessen wir am Flughafen stehen in einem so schmutzigen Zustand, dass wir dachten, dass wir bestimmt nachträglich noch eine Rechnung vom Autoverleih bekommen würden.

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Wie geht es weiter?

Selbstverständlich möchte ich mit meinem Quad „Petit Frère“ nach Dakar. Die Erkenntnisse und Erfahrungen dieser Rallye zeigen mir, dass ich in den Dünen ernsthaft in Schwierigkeiten komme, wenn ich mich eingrabe und alleine unterwegs bin. Beim Africa Eco Race gibt es zwei Kategorien. Die „Groben“ und eine Kategorie Rallye Raid. In dieser Kategorie gibt es viel kürzere Spezialetappe, die in einer Gruppe gefahren werden. Das ist für mich die einzige Chance, das Africa Eco Race zu bestreiten. Ich kläre nun alle Details ab und begebe mich auf die Suche nach einem Service-Team für diese Rallye.

Ich halte Euch natürlich auf dem Laufenden!

Merzouga

Hinter dem Ort Merzouga türmen sich die Dünen des Erg Chebi. Beeindruckend! Auch die Farbe, ein sattes Orange. In Merzouga blieben wir 4 Nächte. Rund um diese eindrucksvolle Kulisse herum, fanden die nächsten Etappen statt. Das Hotel Tuareg war die Bilderbuch-Architektur von Marokko. Im Innenhof des Hotels gab es endlich mal wieder etwas Grün, einen Swimmingpool und vor allem was auffiel, das Zwitschern der Vögel war zu hören. Das Zimmer war wirklich grosszügig, angenehm kühl und das Badezimmer … endlich mal wieder duschen! Inzwischen hatten die Temperaturen sich in den oberen Bereich von 30 Grad verschoben. Tagsüber war es heiss und nachts kühlte es auf „Faserpelzbenutzung“ ab.

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Unser Service-Team hatte direkt beim Hotel seinen Standort. Auch viele andere Teams waren hier bereits eingerichtet, als wir angekommen sind. Als ich dann beim Team eintraf, erreichte mich eine schreckliche Nachricht. Jarek war mit dem Quad verunfallt und mit dem Helikopter ins nächstgelegene Spital geflogen worden. Man mutmasste zu dem Zeitpunkt, dass er einen mehrfachen Beckenbruch hätte und evtl. auch eine Schädelverletzung. Wenn man als Fahrer etwas nicht hören will, dann ist es, dass ein anderer Fahrer sich schwer verletzt hat. Sein Quad sah übel aus! Ein Fotograf hatte zufälligerweise an der Unfallstelle gestanden und eine Serie von Fotos geschossen. Ich verzichtete darauf, diese anzuschauen.

Der Bayern-Truck

Stattdessen gingen Bruno und ich zum Bayern-Truck. Der Bayern-Truck mit seiner unverkennbaren Fahne zog hinter sich einen Anhänger her, auf dem das Trinkwasser in Flaschen für den ganzen Rallye-Tross mitgeführt wurde. Aber nicht nur das. Brigitte, die gute Seele des Teams hatte auf dem Truck ihre mobile Küche. Sie macht die besten Schinken-Spiegelei-Brote, die ich je gegessen habe. Und Hunger hatte ich schon ein wenig. Sobald der Truck richtig eingeparkt war, ging jeweils die Küche auf und niemand musste hungrig bleiben. Brigitte verköstigte nicht nur Teammitglieder.

Das Abendessen im Hotel hatte die gleichen Gerichte auf der Speisekarte, wie das, was wir die letzten 6 Tage schon gegessen hatten. Langsam aber sicher ging mir Tangine, ein Eintopf, Hühnchen und Reis auf die Nerven. Salate und ungekochte Speisen zu essen, davon rät jeder Arzt ab. Zum Glück entdeckten wir noch die Bananen!

Das Briefing nach dem Abendessen brachte keine Änderungen für das Roadbook aber Jarek war nicht der einzige gewesen, der von der Helikoptercrew ins Spital geflogen werden musste. Die Organisation machte uns darauf aufmerksam, dass jeder Pilot unbedingt seinen Reisepass dabei haben müsse. Der Flughafen von Errachidia ist international und verletzt oder nicht, zuerst musste man durch die Passkontrolle, dann durch die Polizeikontrolle und erst dann durfte man ins Spital.

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06. März 2018

Nach einer erholsamen Nacht und einem Frühstück am Service-Truck ging es an den Start der dritten Etappe. Aufgereiht standen wir 30 Minuten vor der Startzeit an einer Linie. Heute sollte es einen Le Mans Start geben. Das heisst: Die verbliebenen Quads und Autos standen nebeneinander, die Piloten in und auf den Maschinen. Als die grosse Flagge auf der Düne geschwenkt wurde, durften die Motoren gestartet werden und los ging‘s!

Ich hatte vor dem Start ein komisches Gefühl in der Magengegend. Die ersten richtigen Dünen, die auch noch weich waren wie geschmolzene Butter. Meine Taktik sollte mir da helfen. Ich liess erst einmal alle los fahren, um dann zu sehen, wo sich die ersten versenkten, um NICHT dort entlang zu fahren. Das ging auch gut auf. Die ersten Dünen nahm mich mit Bravour. Unter meinem Helm zeichnete sich ein Lächeln ab und ich genoss die Fahrt. Immer schön am Gas bleiben, Gelände lesen, Dünen lesen, so sollte es doch aufgehen.

Bis mich dann ein kleiner Sandhaufen verschluckte. Also runter von der Maschine! Meine Absicht war es, den Quad am hinteren Bügel, wo auch meine Werkzeugtasche draufgeschnallt war aus der Federung zu heben und seitlich neben die Spur zu heben. Ja, das geht, wenn man etwa 1.75 Meter gross ist. Ich bekam Petit Frère bis aus der Federung heraus, aber nicht neben die Spur geschoben. Plan B war, am Frontbumper zu ziehen. Ich zog. Mein Arm machte ein komisches Geräusch und der Quad blieb versenkt. Schmerz lass nach! Auf einer benachbarten Düne stand ein Fotograf. Ich rief ihn zu mir, damit er mir helfen könne, aber er winkte ab. Erst mein etwas eindringlicheres Rufen liess ihn dazu bewegen, mir schnell zu helfen. Mein rechter Arm hing irgendwie nur herunter. Also nahm ich mir ein paar Minuten Zeit. Das wird schon wieder, dachte ich. Und tatsächlich konnte ich wieder aufsteigen, Motor starten und weiter.

Nun wollte ich intelligenter fahren, aber ich scheiterte nach ein paar hundert Metern wieder an einer Düne. Nun war ich bis zum Nummernschild im weichen Sand eingebombt. Mein Arm taugte auch nicht mehr zum Ziehen oder Graben. Nach längerer Überlegung entschied ich mich, das Satelliten-Telefon herauszuholen und die medizinische Unterstützung der Organisation anzurufen und gleich darauf auch Bruno. Wie aus dem Nichts stand neben mir ein Tuareg, barfuss im Sand. Er konnte gut Englisch und wartete neben mir, bis die Ärzte mit dem 4x4 über die Dünen kamen. Die Diagnose verhiess nichts Gutes. Ich hätte mir sehr wahrscheinlich die Bizeps-Sehne abgerissen oder wenigstens angerissen. Für mich sei die Rallye gelaufen. Das konnte nicht sein!

Sie brachten mich und meinen Quad zurück zum Start. Bruno war bereits wieder dort. Nun stand da ein Dacia Duster und ein einsamer Petit Frère und ein Sandsturm zog auf. Vom Team war telefonisch niemand zu erreichen. Auf keinen Fall wollte ich meinen Quad dort alleine stehen lassen und mit Bruno im Auto die 40 km bis nach Merzouga zurückfahren. Also bat ich ihn, mir wieder in die Jacke zu helfen und Helm und Crossbrille aufzusetzen. Ich wollte auf meinem Quad warten, bis er mit einem Mechaniker zurückkommt, der dann meine Maschine fährt.

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 Frühzeitiger Feierabend

TR27Zurück im Biwak wurde dann erstmal mein Arm von Ines mit kühlender Salbe behandelt. Sie ist Krankenschwester und machte mir Hoffnung, dass die Sehne nicht abgerissen sei, sicherlich angerissen und ganz bestimmt gezerrt. Ich hielt mich nun strikt an die Anweisungen der Ärzte. Ich schluckte meine Medizin und legte den Arm in eine Schlinge. Meine Laune war nicht die beste. Am Abend holte ich mir noch eine Zweitmeinung ein vom Unfallchirurgen, der wieder einen langen Tag hatte. Nein, die Sehne sei nicht abgerissen. Ich solle den Arm am nächsten Tag noch schonen, fleissig kühlen und Schmerz- bzw. entzündungshemmende Mittel einnehmen.

Im Reglement der Tuareg Rallye steht, dass man einen Tag am Rennen aussetzen kann. Man bekommt eine Strafzeit, wird aber nicht disqualifiziert. Das beruhigte mich, denn ich wollte einfach mal eine Nacht und einen Tag abwarten, wie das mit meinem Arm so weitergeht.

  07. März 2018

Am nächsten Tag standen wir wie immer um 06.00 h auf und gingen zum Frühstück, auch wenn ich wusste, dass ich heute nicht starten würde. Wichtig ist, dass man an einer Rallye die Routine nicht vernachlässigt. Nach dem Frühstück wollte ich unbedingt ein positives Erlebnis haben, also fuhren Bruno und ich in den kleinen Ort Merzouga, um uns dort ein wenig umzusehen. Bei der Gelegenheit bekam ich auch meinen Tuareg-Turban. Wenn man nun denkt, dass so viel Tuch um den Kopf bei der Hitze noch grössere Wärme verursacht, der irrt sich gewaltig. Das leichte Baumwolltuch kühlt angenehm.

Zurück im Biwak besuchten wir den Bayern-Truck und seine Leute. Die Kategorie Autos Challenge hatte an diesem Tag Pause. Als die Leute dort meinen Turban sahen, musste Bruno mit Luise gleich nochmals los ins Dorf, um noch mehr Turbane zu kaufen.

Meinem Arm ging es besser. Ich handelte mit Bruno einen Deal aus. Wenn ich es schaffe, mich alleine anzuziehen und eine Proberunde mit dem Quad zu fahren, darf ich daran denken, am nächsten Tag wieder zu starten. Ich konnte es kaum erwarten, bis es am Nachmittag ein wenig kühler wurde. Zuerst machte ich mich daran, das Roadbook vorzubereiten. Und weil es ja eh nie Änderungen im Roadbook gab, nahm ich mir die drei restlichen Rollen auch vor. Als es dann darum ging, dass ich mich alleine komplett einkleiden musste, half mir dann Bruno doch ein wenig. Mit dem Quad brauchte ich nur die Hauptstrasse zu queren, um dann im Gelände eine Probefahrt zu machen. Es ging. Ich wusste zwar, dass eine grosse Kraftanstrengung nicht möglich sein würde, aber ich konnte fahren.

Für das Abendessen hatten wir uns beim Bayern-Truck eingeschrieben. Es gab Zwiebelrostbraten und selbstgemachte Spätzle. Ich verschlang meine Portion! Und das hat auch noch so gut geschmeckt! So gestärkt würde der nächste Tag bestimmt erfolgreich werden.

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05. März 2018

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Der Start war gleich hinter dem Desert Camp. Am Start muss man 30 Minuten vor der eigenen Startzeit sein, sonst gibt es Strafminuten aufgebrummt. Natürlich war ich rechtzeitig dort. Doch meine Startzeit wurde dann nach vorne geschoben, weil sich Sam, ein Quad-Fahrer aus unserem Team schon aus dem Rennen zurückgezogen hatte.

Gleich nach dem Start hatte ich wieder ein Problem mit dem Roadbook. Wo, verdammt nochmal, war der Einstieg in die ersten kleinen Dünen? Also drehte ich einen Kreis und fuhr dann hinter einem Auto her, welches zielstrebig seinen Weg nahm. Nun, man soll nicht anderen hinterherfahren, aber irgendwie schaffte ich es nicht, den Einstieg auf die Strecke zu finden nach dem Start. Die ersten Sandberge nahm ich mit Bravour, um dann danach auf einer anthrazit-grauen Fläche zu gelangen. An einem Wirrwarr von Spuren war dann auch bei mir der Navigationsfaden gerissen. Also, wo musste ich genau nochmal hin? Zu meiner Freude kam mir ein Side-by-Side entgegen. Und die Crew hielt auch an. Aber nur, um mir mitzuteilen, dass sie sich auch verfahren hätten. Schnell wurde klar, dass Fahrer und Navigator keinen Plan hatten, wie es weiter gehen sollte.

Das GPS, welches wir alle auf unseren Fahrzeugen montiert hatten, war Wochen zuvor schon mit einer Liste von Waypoints und deren Koordinaten gefüttert worden. Diese Waypoints waren auch im Road-Book vermerkt. Nur leider gibt das GPS keine Strassen und Wege an, sondern nur eine direkte Linie vom Standpunkt zum nächsten Waypoint, wenn man weiss, wie man das Ding bedienen muss. Weil ich mich ja eh schon verfahren hatte, konnte ich mir auch die Zeit nehmen, jetzt die direkte Linie anzeigen zu lassen. Somit hatte ich die Richtung und den nächsten Punkt, wohin ich fahren musste.

In den Briefings war uns gesagt worden, dass irgendwo ein versteckter Punkt sein könnte, an dem Leute der Organisation stehen. Dann muss man dort anhalten und seine Zeitkarte unterschreiben lassen als Beweis, dass man dort vorbeigefahren war. Wenn man sich an diesem Punkt nicht registrieren lässt, bekommt man Strafzeiten aufgebrummt. Sowohl dem Fahrer des Side-by-Side’s wie auch mir war es egal, ob wir nun einen solchen Punkt verpassten. Nun hatte ich zweitweise einen Side-by-Side im Schlepptau. Nach erfolgreichem Wiedereinfädeln in die Navigation haben wir uns voneinander verabschiedet und sie liessen mich in ihrer Staubwolke zurück. Eine Strafzeit haben wir nicht bekommen. Im Gegensatz zur Rallye Desafio Ruta 40 wurde am Abend das GPS nicht ausgelesen um zu kontrollieren, ob man alle Waypoints angefahren hatte. Es zählte die Zeitkarte, die jeweils unterschrieben wurde an den Check Points.

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Der erste Tuareg

Meine erste Begegnung mit Kamelen, bzw. Dromedaren, war auf einer langen graden Schotterpiste. Die Gruppe kreuzte meinen Weg, gemütlich, selbstsicher und ohne Panik. Begleitet wurden sie von einem Tuareg. Dieses Bild hat sich mir eingeprägt. Vielleicht sind die Tuaregs die besten Navigatoren. Dieses Volk lebt nicht nur in der Wüste, sondern mit der Wüste. Für sie gelten Landesgrenzen nicht und sie haben eine eigene Religion. Ob ich noch mehr Tuaregs sehen werde?

Inzwischen näherten sich mir von hinten Motorradfahrer. Also war ich richtig auf der Spur. Was dann geschah, gab mir Rätsel auf. Ich navigierte nach Roadbook, ICO und meinem Kompass, doch die ersten Motorradfahrer fuhren diagonal zum vorgegebenen Kurs. Kürzen die etwa ab? Woher wissen die das? Einen kurzen Moment habe ich mir überlegt, einfach deren Richtung zu folgen. Aber dann musste ich einsehen, dass das keine gute Idee ist. Viele Teilnehmer der Rallye kennen das Gelände von vorherigen Veranstaltungen oder von Touren. Ich nicht. Wenn ich nun versuche hinter denen herzufahren, dann kann es leicht sein, dass sie mich abhängen und ich mich dann verfahre. Und der Untergrund lässt es nicht zu, eindeutige Spuren zu finden. Also entschloss ich mich, weiter nach meiner Navigation zu fahren und halt ein wenig später an den Checkpoint zu kommen.

Die Sahara ist reich an Funden von Fossilien. So kam ich dann an einem grossen Haus vorbei, in dem Fossilien verkauft werden und ein wenig später an einem Café Sahara. Aus diesem felsigen Gebiet heraus ging es über eine ziemlich anspruchsvolle Geröllstrecke auf die grosse Fläche und zum Checkpoint. Der am Rande parkierte Dacia duster zeige mir, dass Bruno schon auf mich wartete. Nun hatte ich Zeit zum Tanken im nächsten Ort.

Der erste Defekt

Auf Asphalt habe ich dann gemerkt, dass Petit Frère nach links zieht. Der linke hintere Reifen hatte einen Schaden. Wo das Loch war konnte ich gut erkennen, denn der grüne Slim, den ich vorher in die Reifen gefüllt hatte, war hier herausgesprüht. Nun kam mein Bordwerkzeug zum Zug und das Loch war mit Hilfe von Bruno sehr schnell wieder gestopft. Da waren die Reifen von Clemens und Ben doch wirklich mehr in Mitleidenschaft gezogen worden. Sie hatten den Service-Truck zur Tankstelle geordert, denn dort mussten dann gleich die gesamten Reifen gewechselt werden.

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Weil ich mich gleich anfangs der Spezialetappe verfahren hatte und mit grossem Zeitverlust zum Check-Point gekommen bin, nahm ich die Zeitstrafe in Kauf dafür, dass ich nun direkt nach Merzouga geschickt wurde zum Ziel. Also ging es über Asphalt zum Hotel Tuareg.

Die diesjährige Tuareg Rallye fand vom 03.März bis 10.März in Marokko statt. Rechtzeitig wurde mein Quad Yamaha Raptor 700 fertig für die Rallye. Viele fleissige Hände und ein Team bestehend aus Quad-Garage, Max Urech und Spöni Power haben meine Maschine für die Rallye umgebaut. 

Für die technische Unterstützung hatte ich mich bei einem Service-Team eingemietet, beim E.-ATV Racing Team. Clemes Eicker ist der Besitzer von E.-ATV. Er ist auch der Konstrukteur von E.-ATV und nahm ebenfalls an der Tuareg Rallye teil. Ihn lernte ich im Februar kennen, als wir meinen Quad, genannt Petit Frère, zu ihm brachten. Clemens kennt Marokko sehr gut, führt er dort doch selber Adventure Touren durch.

Bruno hat auf der Rallye Tuareg begleitet. Bei wirklich sehr eisigen Temperaturen stiegen wir am 28.02.2018 in Memmingen ins Flugzeug nach Fes. Auf dem Flug trafen wir schon einen Teil der Organisation. Wir hatten in Fes ein Auto gemietet und weil wir noch Platz hatten, stieg Rainer, der Rallye-Chef bei uns mit ein. Nun ging es im Konvoi weiter bis nach Midelt, der Berberhauptstadt auf 1500m ü M am Fusse des Hohen Atlas.mich 

Bis zum Start der Rallye hatten wir nun noch 3 Tage Zeit. Die Temperaturen waren auch hier in Marokko nicht gerade angenehm. Im Hotel versuchten man zwar mit 3 Cheminées ein wenig Wärme in die Säle zu bringen, aber das hat nicht viel gebracht.

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Das Service-Team E.-ATV-Racing

Als Clemens in Midelt, Marokko, mit seinem Servicetruck einfuhr, lernten wir dann erstmal noch den Rest des Teams kennen. Da waren dann noch Sam und Ben, zwei Engländer, die von Clemens jeweils einen Quad gemietet hatten. Jarek kam aus Polen mit seiner Tochter angereist, die als seine persönliche Dolmetscherin mit dabei war. Stephan, der nun den grossen Truck fuhr, Ines seine Freundin als Betreuerin, Birgit Eicker, die auch die Mahlzeiten zubereitete. Sebastian und Daniel, die beiden Mechaniker und Alex Müller, ein Motorradfahrer.

Am Vortag zur Administration und der technischen Abnahme nahmen mich Clemens und Axel mit zu einer Probefahrt rund um Midelt. Natürlich nahm ich seinen Vorschlag an. So konnte ich nun mit Petit Frère das erste Mal auf dem afrikanischen Kontinent fahren und vor allem auch auf dem Untergrund, der mich in den nächsten Tagen beschäftigen würde. Nach 2 Stunden und einige Dreckschichten später, waren wir wieder zurück vor dem Hotel. Sebastian und Daniel, unsere Mechaniker waren nicht sehr erfreut über das Aussehen der Fahrzeuge, also hiess es erstmal zur nahen Tankstelle fahren und dort alles wieder sauber zu waschen.

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Administration / Technische Abnahme

Am 03. März ging es dann zur Administration und zur technischen Abnahme. Alles war ein bisschen einfacher, als bei der Dakar Challenge. Auch die technische Abnahme war eine vereinfachte Ausgabe. Was mich erstaunte, dass wir die 7 Roadbooks für die gesamte Rallye bereits in der Administration bekamen. Normalerweise bekommt man das Roadbook am Vorabend des nächsten Renntages.

04. März 2018

Für den ersten Rallye-Tag hatte ich mir vorgenommen, kein Risiko einzugehen und mich mit einer sicheren Fahrweise ins Biwak zu bewegen. Ich wollte natürlich auch testen, ob mein ICO, der separate Kilometerzähler, dessen Angaben mit dem Roadbook verglichen werden müssen, richtig eingestellt war. Das Roadbook selber war sehr viel einfacher gehalten, als ich es mich gewöhnt war.

Schon im Prolog verunsicherten mich die Kilometerangaben. Ich suchte verzweifelt einen Abzweiger. Irgendwie waren da zwischen ICO und Roadbook 700 m Unterschied. Das ist eine Menge. Also machte ich mir die Mühe jeweils meinen ICO bei jedem klaren Punkt wieder mit dem Roadbook abzustimmen, was natürlich Zeit kostete.

Ich habe jeden Kilometer genossen und darüber gestaunt, was das Gebirge des Hohen Atlas zu bieten hatte. Das Highlight war die Schlucht „Klaustophobia“. An der engsten Stelle ist diese Schlucht noch 2.5 m breit zwischen sehr hohen Felswänden. Die Ausfahrt aus der Schlucht endet vor pinkfarbenen Felsen. Ein wirklich schöner Anblick. Der Prolog endete mit dem Start zur ersten Spezialetappe. An diesem Check Point traf ich dann auch auf Bruno, der mit dem gemieteten Dacia Duster dort auf mich gewartet hatte. Nach dem Start ging es ein letztes Mal von einem Hochplateau herunter und dann berührten die Räder den Boden der Sahara.

Die Sahara besteht aber nur zu 30 % aus Sand und Dünen. Der Rest ist Schotter, Kies und Geröllbrocken. Schon nach wenigen Kilometern traf ich auf einen Motorradfahrer, der wild winkte. Raul stand dort mit seiner Maschine und hatte nur drauf gewartet, irgendjemanden zu treffen, weil er keine Ahnung mehr hatte, wo er sich befand. Seine Navigationskenntnisse waren gleich Null. Seine ohne Zweifel sehr guten Fahrkenntnisse halfen ihm nicht weiter. Noch so gerne fuhr er mir hinterher. Auch schön, wenn man zu zweit unterwegs ist. Im Verlaufe der Spezialetappe gesellten sich dann noch zwei weitere Motorradfahrer zu uns, die ebenfalls nicht mehr wussten, wo es lang ging. Gerne nahmen sie in Kauf, dass ich sie ordentlich einstaubte, als sie hinter mir herfuhren. Auch mein niedrigeres Tempo störte sie keineswegs. Im Verlaufe dieser Spezialetappe habe ich dann entdeckt, dass ich an meinem ICO gar nicht herumschrauben musste. Das Roadbook hatte so seinen Tücken und die Kilometerangaben waren nicht immer präzise. Abends im Biwak wurde dann diese Vermutung auch durch andere Piloten bestätigt.

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Desert Camp

Der letzte Teil des Tages führte uns nach insgesamt 351.5 km ins Desert Camp. Dieses Camp sieht auf den Fotos sehr schön aus. Die kleinen Zelte, in denen man seinen Unterkunft findet, der grosse Hauptplatz, in dessen Mitte ein Feuer entfacht wird, alle Wege sind  Teimit Teppichen ausgelegt und ein Zelt mit Toiletten und Duschen. Es war wieder bitter kalt geworden und sehr windig. Der Service-Truck vom Team konnte den Weg von der Hauptstrasse ins Desert Camp nicht bewältigen, weil es durch tiefe Furchen ging im Sand und im Feschfesch. Feschfesch ist so eine ganz spezielle Sache. Es sieht aus wie Sand, ist aber so fein wie Puder. Dieser Puder wirbelt auf, nimmt einem komplett die Sicht und wenn man in zu tiefe Gräben fährt, kann man darin stecken bleiben. Bevor Bruno und ich uns einrichten konnten, musste ich meinen Quad abgeben beim Team und wurde dann ins Camp gefahren mit dem Auto. Der Dacia Duster, Originalfarbe schwarz bekam nun seine erste Schicht orangerotes Feschfesch aufgetragen. Ich hatte Hunger und Durst und vor allem wollte ich nun mein Roadbook für den nächsten Tag vorbereiten. Gespannt wartete ich auch auf das erste Briefing und war ausgerüstet mit Notizpapier und Kugelschreiber, um mir eventuelle Änderungen dann gleich ins Roadbook übertragen zu können. Es gab keine Änderungen im Roadbook, was mich erstaunte. Ich habe wegen der Kälte schnell gegessen und dann haben wir uns ins Zelt verkrochen, damit ich dort mein Roadbook zu Ende bearbeiten konnte. Ich habe darauf verzichtet, mich von Bruno nochmals zum Teamlastwagen fahren zu lassen, um das Roadbook einzuspannen.

Im Zelt waren zwei Matratzen, je ein Kopfkissen und ein paar Wolldecken. Zum Glück hatten wir unsere Schlafsäcke mit dabei. Zwischen den beiden Matratzen hatten wir gerade genug Platz für meine gesamte Ausrüstung, Trinkwasser und eine Reisetasche. Also machte ich mich mal auf den Weg ins Badezelt. Der Eingang war beeindruckend, auch die Waschbecken, der Spiegel, die Menge an Klopapier  … Aber bei den Toiletten wusste ich nicht so genau, was ich dazu sagen sollte. Es war eine Kloschüssel, montiert (mehr oder weniger fest) auf ein Viertel einer Holz-Palette. Wenn man dann auf dem Thron sass, konnte man versuchen einen Vorhang zu schliessen, der aber zu schmal war, bzw. sich entweder oben (freie Aussicht auf den Gang) oder unten (freie Aussicht auf die Beine) schliessen liess. In der Wüste ist Wasser knapp, so dass es mich nicht verwundert hat, dass im Spülkasten nur Luft war. Auf das Duschen habe ich dann grinsend verzichtet. Bei Minusgraden sich in einem Zelt unter eine Dusche zu knien, aus der nur kaltes Wasser kommt … Duschen wird überbewertet!

Geschlafen habe ich wie ein Murmeltier! Um 06.00 h haben Bruno und ich alles zusammengepackt und uns auf den Weg zum Team gemacht, wo es dann Frühstück gab. Bei Sonnenaufgang in der Wüste das Roadbook auf seiner Maschine einzuspannen, das ist ein besonderer Moment.

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Bereit 3Nächste Woche startet in Marokko die Tuareg Rallye. Meine Teilnahme in der Kategorie Quad Pro ist für mich ein Highlight. Meinen Quad, den ich Petit Frère nenne, ist bereit, ausgerüstet und angepasst an mich. Viele fleissige Hände haben mit Leidenschaft an diesem Projekt gearbeitet und es möglich gemacht, dass ich mich voll und ganz auf meine Maschine verlassen kann.

Am 17.02.2018 sind wir (Michaela von der Quad-Garage und Bruno) mit einem Bus nach Deutschland gefahren. Als Service-Team habe ich E.-ATV-Racing ausgesucht. Mein Quad steht nun bei ihnen, zusammen mit Ersatzteilen und Material, welches ich an der Rallye brauche. Ich bin nicht die einzige Fahrerin, um die sich das Service-Team kümmern wird. Auch der Besitzer, Clemens Eicker fährt an der Tuareg-Rallye mit. Des Weiteren haben sich noch ein Pole, Jaroslaw Kalinowski und zwei Engländer, Ben Scallan und Sam Cropper in diesem Service-Team eingeschrieben.

Bereit 4Insgesamt starten 9 Quads. Wie viele Yamaha Raptor 700 unterwegs sein werden, das kann man aus der Teilnehmerliste nicht ersehen. Die E.-ATV-Quads sind eine eigene Marke, deren Hauptanteil (Motor, Getriebe usw.) von KTM-Motorrädern ist.

Wenn Ihr mich nach meiner Strategie fragt, die ich für diese Rallye habe, dann kann ich Euch folgendes antworten:

Eine Rallye ist immer ein Wettbewerb, wo sich die verschiedenen Fahrer in ihrer Kategorie messen wollen. Für mich ist eine Rallye immer mit viel Freude am Fahren verbunden, die ich auch an diesem Anlass in den Vordergrund stelle. Nun fahre ich die erste Rallye mit meinem eigenen Fahrzeug. Wir müssen ein Team werden und ich muss auf meinen „Partner“ achten. 7 Tage Rallye ist eine lange Zeit. Da gilt es einen kühlen Kopf zu bewahren, die Kräfte richtig einzuteilen, um dann am Schluss über die Ziellinie fahren zu können.

Nach dieser Rallye entscheidet es sich, ob ich meinen letzten grossen Meilenstein in Angriff nehme, das Africa Eco Race, die Rallye nach Dakar, welche am 31.12.2018 in Monaco startet und 14 Tage später in Dakar, Senegal, endet. Dazu muss ich die Tuareg-Rallye ohne grössere Probleme absolviert haben. Ein letzter Test für Mensch und Maschine.

Bereit 1Viele Unterstützer haben es mir möglich gemacht, dass ich nun so weit gekommen bin. In Gedanken habe ich Euch alle bei mir.

Next week starts the Tuareg Rally in Morocco. My participation in the category Quad Pro is a highlight for me. My quad, called Petit frère (little brother) is ready, equipped and adapted to me. A lot of hard-working hands have made it possible, that I can count completely on my machine.

At 17th February we (Michaela from Quad-Garage and Bruno) have travelled to Germany. I have choosen E.-ATV-Racing as my service team. My quad is now at their side and also all spare parts and a lot of material what I need during the Rallye. I’m not the only pilot in their team. Also the owner, Clemens Eicker, will take part in the category quad pro at this rally. As well as a pilot from Poland, Jaroslaw Kalinowski and two britsh pilots, Ben Scallan and Sam Cropper.

In total there are 9 quads starting. How many Yamaha Raptor 700 will be driven, I don’t know. The E.-ATV-quads are a special brand. The main part of them are based on the KTM-Motorbikes.

Bereit 2If you are going to ask me about my strategy for the race, then I can answer you as follows:

A rally is always a race and the participants are going to measure their knowhow. For me a rally goes always together with a lot of fun, which I don’t want to lose. I will drive for the first time my own machine. We have to come together as a team and I have to look after my partner. 7 days is a long time. I have to keep cool and to calculate my strength so that I can cross the finish line.

After this rally I will make the decision whether I go forward to the last big mile stone, the Africa Eco Race, the rally to Dakar. It starts the 31st December 2018 at Monaco and ends 14 days later in Dakar, Senegal. To think about this I have to finish the Tuareg Rally without any bigger problems. This is a last test for human being and machine.

A lot of supports have made it possible for me to get this far. You are all with me in my thinkings.

 

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